3 Sterblichkeit


Sterblichkeit

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Stẹrb|lich|keit 〈f. 20; unz.〉
1. sterbliche Beschaffenheit, Vergänglichkeit
2. Zahl der Sterbefälle (Säuglings\Sterblichkeit)

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Stẹrb|lich|keit, die; -, -en [spätmhd. sterblichheit]:
1. <o. Pl.>sterbliche (1) Beschaffenheit; das Sterblichsein.
2. durchschnittliche Anzahl der Sterbefälle:
die S. bei Kreislauferkrankungen ist gestiegen, zurückgegangen.

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Sterblichkeit,
 
Mortalität, Bevölkerungsstatistik: Höhe und Struktur des Risikos der Bevölkerung eines Landes (oder von Teilbevölkeung), in einem bestimmten Zeitraum zu sterben. Das einfachste Maß der Sterblichkeit ist die Sterberate, bei der die Gestorbenen eines Jahres (ohne Totgeborene) auf 1 000 Menschen der mittleren Bevölkerung des gleichen Jahres bezogen werden. Diese allgemeine Sterberate ist vom Altersaufbau der Bevölkerung abhängig. Eine Bevölkerung mit einem hohen Anteil alter Menschen hat eine höhere Sterberate als eine mit relativ vielen Menschen im mittleren Alter, auch wenn die Sterbeverhältnisse innerhalb der einzelnen Altersgruppen bei beiden Bevölkerungen gleich sind. Meist werden in der amtlichen Statistik auch geschlechts- und altersspezifische Sterberaten berechnet, d. h. die Zahl der männlichen oder weiblichen Gestorbenen eines Alters bezogen auf 1 000 Lebende des entsprechenden Alters und Geschlechts. Mit der Berechnung von altersspezifischen und standardisierten Sterbeziffern werden Verzerrungen durch unterschiedliche Altersstrukturen eliminiert und ein zeitlicher und internationaler Vergleich ermöglicht. - Ein wesentlicher Zweig der Sterblichkeitsstatistik ist die Todesursachenstatistik.
 
Neben der Säuglingssterblichkeit hat die Kindersterblichkeit großen Einfluss auf die Lebenserwartung, besonders in Entwicklungsländern; diese ist die Zahl der Gestorbenen im Alter von einem bis unter fünf Jahren bezogen auf 1 000 Kinder derselben Altersgruppe.

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Stẹrb|lich|keit, die; - [1: spätmhd. sterblichheit]: 1. sterbliche (1) Beschaffenheit; das Sterblichsein: Wem werden denn Kleider und Schuhe, deren wir uns abends entledigen, noch zum Bild der S. ...? (Thielicke, Ich glaube 54). 2. durchschnittliche Anzahl der Sterbefälle: die S. bei Kreislauferkrankungen ist gestiegen, zurückgegangen; Die Entwicklung der S. ist günstiger gewesen als vor einem Jahr (FAZ 8. 4. 61, 9).

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Sterblichkeit — steht für: in der Theologie und Philosophie den Gegensatz zur Unsterblichkeit in der Demographie das Konzept der Mortalität. Siehe auch:  Wikiquote: Sterblichkeit – Zitate …   Deutsch Wikipedia

  • Sterblichkeit — (Sterblichkeitsziffer, Mortalität), das Verhältnis der Zahl der Gestorbenen einer Zeiteinheit (gewöhnlich das Jahr) zur Zahl derjenigen, die vorher am Leben waren. Dagegen versteht man unter Intensität der S. den Bruch, den man erhält durch… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Sterblichkeit — (Mortalitas), 1) das nothwendige Gesetz, nach welchem alles Lebende früher od. später dem Tode verfällt; 2) das Verhältniß, in welchem die Todesfälle, welche sich unter einer gewissen Menge lebender Individuen in einem bestimmten Zeitraum… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Sterblichkeit — Sterblichkeit, Mortalität, das Verhälnis der Gestorbenen zur Gesamtbevölkerung eines Landes, wird ausgedrückt durch die Sterbeziffer (s.d.). Die S. ist in den ersten fünf Lebensjahren am größten; im allgemeinen entfallen 1/4 1/3 aller Gestorbenen …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Sterblichkeit — Sterblichkeit, s. Mortalität …   Herders Conversations-Lexikon

  • Sterblichkeit — Sterblichkeit,die:1.⇨Mortalität–2.⇨Vergänglichkeit …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • Sterblichkeit — ↑Letalität, ↑Mortalität …   Das große Fremdwörterbuch

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